Auf die Katz gekommen Die Zweite Katze

Durch eine Annonce in der Zeitung sind wir auf eine Frau aufmerksam geworden, die Straßenkatzen, kranke Katzen, verwilderte Katzen und ausgestoßene Katzen aufnimmt. Nach einem kurzen Telefonat kam Sie uns ein paar Tage später besuchen. Sie schaute sich unsere Wohnung an und unseren Kater Felix. Doch er mochte Sie überhaupt nicht. Er, der sich sonst von jeden streicheln lässt, in alle Taschen und Rücksäcke kraucht, verschwand im Schlafzimmer und war nicht mehr zu sehen. Wir unterhielten uns über Katzen und über Ihre gemeinnützige Tätigkeit zum Wohle dieser. Als wir sie über das Schicksal von Felix aufklärten, war Sie begeistert, dass wir ohne wenn und aber uns für Felix entschieden haben. Sie gab uns noch die Auflage, ein Schutznetz auf dem Balkon anzubringen und dann stand der zweiten Katze nix mehr im Weg.
Wir besuchten Sie im Katzenhaus. Es ist ein altes, sanierungsbedürftiges Haus, welches in der City von Leipzig steht. Der Eigentümer, wahrscheinlich ein Tierfreund, duldet die Katzen. Da es im Dezember war, und die Räume nicht zu heizen waren, erschraken wir schon, als wir die Vierbeiner in der Kälte sahen. Jedoch hatten sie viele Styroporkisten, dicke Decken und Kissen und viele große Transportkörbe, wo die Katzen sich aufwärmen konnten. Wir trafen da auf ein Kater namens Peter. Ach war der verschmust, sehr anhänglich und wohl der Pascha unter den Damen *g.
Unsere Katze, die wir bekommen sollten, sahen wir nicht einmal zwei Sekunden. Sie lag zusammen gekauert in einer Box in der äußersten Ecke. Doch in den zwei Sekunden entschied sich ihr Schicksal.
Zwei Wochen später .. Es klingelte und wir hörten schon das Weinen dieser Katze im Treppenhaus. Als sie bei uns ankam, mit der süßen drin, fand das unser Kater überhaupt nicht witzig. Er fauchte und knurrte und ich war die böse. Er wandte sich ab von mir. Dies stimmte mich sehr traurig und ich hatte Angst, dass es doch die falsche Entscheidung war. Dabei war die Kleine ja immer noch in der Box drin.
Nach langer Zeit kam sie raus und verschwand sofort im Schlafzimmer unterm Bett. Wir ließen auch Felix nicht zu ihr. Sie kam nicht raus zum Fressen, jammerte und auch auf das Katzenklo wollte sie nicht. Um Ihr auch nachts Ruhe zu gönnen, sperrten wir unseren Kater im Wohnzimmer ein, das gefiel ihm zwar nicht, aber wir konnten ja nicht 24 Stunden wach bleiben. Um Sie zum Fressen zu bewegen, lag ich vorm Bett und fütterte sie mit Hackepeter. Ist nicht das beste, doch so fasste Sie etwa Vertrauen zu mir.
Mein Kater allerdings, fand auch diese Aktion nicht toll. Er kam nicht mehr hinter mir her, lies sich nicht mehr knuddeln und ich war abgeschrieben. In einem Katzenforum las ich dann, das ich mich mit ihm besonders beschäftigen müsse. Also gab ich Felix jeden Tag ne halbe Stunde. Wir verzogen uns im Schlafzimmer und nach und nach wollte er auch wieder von mir geknuddelt werden. Ich spielte mit ihm, redete mit ihm, streichelte ihm. Zeigte ihm also, dass er immer noch die Nummer eins ist und das bis heute.
So langsam regenerierte sich sein Verhalten, und er fing an, die Kleine nicht nur zu jagen und zu beißen, sondern auch mit ihr zu spielen. Ihr Sachen zu zeigen, die er ganz witzig findet (Schubkästen aufmachen, de Teller ablecken vom Mittag, Zeug zu klauen und vor allem wie schön der Balkon ist)So nach und nach kam die Kleine auch zu uns. Im übrigen .. Die Kleine heißt "Susi ".
Nur mit schmusen und streicheln, das wird wohl noch lange dauern. Falls sie überhaupt eine Schmusekatze wird. Mittlerweile haben wir sie fast ein Jahr ( Ende November Anfang Dezember) und sie hat sich schön bei uns eingelebt. Sie rauft sich mit Felix, frisst ihm alles weg *lach, ärgert ihn und kommt sogar schon hoch auf de Couch, wenn wir dabei sind. Dann legt sie sich auf "Papas" Decke und schläft *lach